Die Schwarze Spinne, 2014

Somehuus Sursee | Die schwarze Spinne | Novelle von Jeremias Gotthelf | Erzählversion von Beat Fäh | Mundartbearbeitung von Kurt Bösch | Regie: Bernadette Schürmann | Premiere: 7. März 2014 | Weitere Vorstellungen bis 12. April 2014

Nach der Novelle von Jeremias Gotthelf

Gotthelfs archaische Schreckens- und Mahnvision aus dem 19. Jahrhundert wird von fünf ProtagonistInnen erzählt. Mit verführerischer Leichtigkeit und leiser Ironie beginnen sie mit der Schilderung des wunderschönen Tauffestes. Der erste Blick auf den schwarzen Balken; eine Zeitreise und eine Reise der Erzählenden in ihre Rollen beginnen. Die Atmosphäre des Horrors wird zunehmend dichter, unausweichlicher und gewalttätiger. Die Gewalt, die den verängstigten Menschen angetan wird, ist zeitlos und nicht an einen Ort gebunden. Gotthelfs «Schwarze Spinne» ruft ins Bewusstsein, dass die Geschichte jederzeit wieder beginnen kann.

Emmentaler Bilderwelt

Eine Singstimme und ein Akkordeon begleiten die Darbietung, untermalen die rhythmisierte Sprache musikalisch. Klangliche Räume entstehen im chorischen Zusammenspiel mit den SchauspielerInnen. Das Einspielen bewegter Bilder (Videoprojektion) erweitert die Berichterstattung. Die Bilderwelt entspringt der Emmentaler Landschaft, wo die Geschichte angesiedelt ist. Sie schafft visuelle Räume, die dem gesprochenen Wort eine weitere Erzählebene hinzufügen